Studer!’s Blog

    Frankfurter Kranz,

    Als Lokalpatriot ist es Ehrensche den Besuchern Sehenswürdigkeiten zu zeigen.Ebenso sind ja auch unbedingt;) die kulinarischen Köstlichkeiten aufzutischen: Ebbelwoi aus dem Gerippten,Handkäs mit Musik ( Musik=Mundgeruch),Rindswürstchen von Gref-Völsing etc.

    Wenn aber gute Freunde kommen,dann soll es auch etwas feierlicher werden. Zum Kaffee wird Frankfurter Kranz serviert.


    Der FfM-Kranz ist ein Dino unter den Torten.Wie er schon aussieht:eine goldene Krone mit Kirschrubinen obendrauf.Er soll an die Zeit der kaiserkrönungen in FfM erinnern. Die Krone sieht nicht nur altbacken aus,sodern schmeckt auch noch so:mit süßer,fetter Buttercreme.

    Trotz seines ehrwürdigen Alters ist er in der Stadt beliebter denn je. Ich merke es an dem saftigen Preis von 4,50€ das Stück! Auf youtube werden Backrezepte auf türkisch, französisch und sogar japanisch(chinesisch?) gehandelt.

    1908 wurde der Kranz erstmals handschriftlich von einem Konditor aufgeschrieben. 1920 dann in einem

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    Resilienz ist ursprünglich ein psychologischer Begriff für Innere Widerstandskraft,um Krisen zu meistern.


    Persönlich hat mich dieses Thema schon sehr früh gepackt,ohne den Namen "Resilienz" zu kennen. Während meiner Schulzeit,als jugendlicher las ich viel über Abenteuerer in Geo oder National Geographie und besonders über frühe Polarexpeditionen. Irgendwann stieß ich auf den Namen des Antarktisforschers Ernest Shackelton. Seine grandiose Leistung waren nicht seine (gescheiterten!)Expeditionen,sondern-dass er trotz Verlust seines Schiffes im Packeis fast zwei Jahre vom Rest der Welt abgeschnitten war und alle 28 Mann unter lebensgefährlichen Bedingungen ziemlich unbeschadte nach England zurückbringen konnte. Es gibt mehrere Tagesbücher einzelner Exp.Teilnehmer,die unisono seine menschlichen Qualitäten bestätigten. Eine einzigartige Leistung! Noch heute werden nach seiner Biographie-Auswertung Manager-Business-Schulungen durchgeführt,um die CEO´s dieser Welt "fit zu machen"


    Die

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    Die Kunst Komplimente zu machen


    Ich tue mir schwer damit. Nicht nur als Mitteleuropäer,als Deutscher,als Badener von Geburt *g habe ich diese Kunst in der Schule nie gelernt. Oft schwanken Komplimente für meine Ohren zwischen Höflichkeitsfloskeln und Sympathie hin und her und klingen gestelzt bis antik-oder einfach lächerlich banal.


    Komplimente sind oft nicht unschuldig,verfolgen sie doch auch eine Strategie und werden als soziales Schmiermittel eingesetzt.

    Kompl. Unterliegen dem Wandel der Zeit. Als Flirt-Starter sind sie geradezu prekär geworden,weil sie etwas übergriffiges haben. Habe mal einen Satz dazu gelesen:

    „Sie sind eine Technik,der Sprache schöne Augen zu machen“


    Hier im Blog will ich sie mal auf den Prüfstand stellen und,naja euch zum „Abschuss“ frei geben.


    Habe den Eindruck,dass „echte“ Kompl. Vielleicht schon in eine UNESCO-Kulturliste gehören,da sie aussterben. Einer der berühmtesten Komplimente in der Literatur steht in Goethes Faust: „Mein schönes

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    Das spannende an meinem Beruf im Reparaturdienst für Haushaltgeräte sind verstrickte Fehler,oder neuere Geräteentwicklungen,die auf anderen Systemschaltungen aufgebaut sind,die es erst mühsam( ohne Herstellerfortbildungen! ) zu ergründen sind. Als ich noch in der Ausbildung war,wurde uns voller Enthusiasmus etwas

    vom unaufhaltsamen Fortschritt erzählt. Hey-ich glaubte dann auch noch an "die Intelligenz,die immer vorwärts drängt...und die ängstiche Ignoranz der Alten,die den Fortschritt verhinderten".


    Heute ,Schaltjahre später,denke ich differenzierter. Die gute,alte Neugier hat es nicht leicht.Sie hat auch einen schlechten Ruf,weil sie die Gier in sich trägt. Die Kirche -der Glaube -bekämpft ja seit Augustinus--- Neugier als gottesferne Lust.

    Auch Philosphen ,wie Heidegger versuchen die Neugier als Weg des Wissenerwerbs abzuwerten.

    Die Neugier nimmt sich halt ungefragt die Lust an Allem .was sie kriegen kann. Hier im Internet ist das besonders trügerisch.Wir jagen hier unseren

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    ...war heute auf einen Besuch im Weltkulturen Museum in Frankfurt. Die Austellung "Pink is the new Grey"behandelt das Thema =Altern. Über Videos konnte ich Portraits und Aussagen alter Menschen lauschen. Besonders spannend waren die Aussagen über Alter und Tod von Menschen anderer Kulturkreisen. Ein alter Mann aus Polinesien erzählte in einem Singsang über die Weisheit des Alters. Dieser zwangsläufige Rhythmus seiner Sprache hat mich irgendwie elektrisiert und ich versuche mal seine Aussagen hier in einem -naja- rhythmischen Stampfgedicht wiederzugeben.

    Hier ein Versuch:


    die obsession der rose ist das pflücken



    die obsession der rose ist das welken



    die obsession des stängels ist das brechen



    die obsession des stängels ist das dürsten



    glaub mir, wenn ich dir vom allerlängsten leben erzähle



    wenn ich münzen lehre einen haufen verrücktheiten zu kaufen



    wenn glück den kamin hinunterfahren kann,ohne sein weißes haar zu beschmutzen
    wenn eine tasse kaffee zum gedicht werden kann



    wenn

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    Leidenschaftlich gerne streife ich in meiner Freizeit durch Museen und Ausstellungen. Gerade hier in Frankfurt/M mit seiner Museumsmeile fühle ich mich im Eldorado (oder kunstgefissen gesprochen im Elysium g*).

    Ausstellungen,Präsentation und Styling sind vom Feinsten.Die Zeiten,als noch in verstaubte Vitrinen geguckt wurde und ein moralischer Zeigefinger erhoben wurde sind schon lange vorbei. Noch werden überall (reale) Exponade ausgestellt,die vom Besucher von Außen betrachtet werden. Zeitlicher Bezug fehlt meistens.Ich bin ja nicht im Kontext des jeweiligen Jahrhunderts unterwegs, Räumlich ist das Objekt sowieso ein Fremdkörper,den ich nur analytisch betrachten kann. Mit dieser Präsentationsform sind wir im 21Jd. an die Grenzen der Ausstellungskunst gestossen.


    Im digitalen Zeitalter tut sich etwas in der Gesellschaft. Alle Modelle und Organisationsformen werden abgelöst: Arbeit,Strukturen in Gesellschaft,Lernformen.

    Die Kunst und ihre Vermittlung in den Museen müssen dafür eine

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    Ist Reisen heute noch zeitgemäß?'


    Was soll die Frage: Reisen tut doch jede/r ! Viele teilen sich doch die Zeit so ein, dass die Tage von Urlaub zu Urlaub gezählt wird. Keine Frage!;-Ich möchte euch nur etwas provozieren- und euch für einen Augenblick etwas verunsichern und nachdenklich machen.

    In Stakkato-Kurzform: Einige Gedanken,die weiterhin f ü r das Reisen sprechen:

    -die meisten Reiseziele,die wir ansteuern sind Momentaufnahmen, psychische Erlebnisse.Es kommt nicht so auf die
    Extreme oder Superlative an,sondern auf das Empfinden.

    -auch das Nachspüren der Erinnerung an frühere Ferien, um ein verlorenes Gefühl wieder aufzufrischen.

    -Reisen ist immer Sehnsucht, nach etwas Undefiniertem, das vermeintlich zum eigenem Glück hilft.

    -Reisen ist auch die Chance auf etwas Überraschendem, auf eine Störung im Ablauf,die Freiraum gibt. (Nicht von ungefähr klingt das türkische Wort für Hinternis wie "Engel")

    - Kleine Fluchten wird es auch in Zukunft geben, aber gerade nicht bei touristischen

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    Obdachlosenessen am Nikolaustag im Frankfurter Römer

    Gestern Abend hatte ich die Regionalnachrichten (Hessenschau) im TV gesehen, heute kam es mehrmals im Radio (hr-Sender) und dann musste ich es heute morgen nochmals in der Zeitung lesen: 600 Obdachlose in Frankfurt/M sind vom Oberbürgermeister und vielen Prominenten aus Show,Politik und Sport zu einem kostenlosen Essen in den ehrwürdigen Römer (Ratssaal) geladen worden. Der Andrang war wieder einmal (zum 7.Mal seit dieser Initiative) so gross,dass in zwei Schichten (16 Uhr und 17.30) gegessen werden musste!

    Soweit die Fakten.

    Leute,wie ich das hasse-dieser Hype zur schönen Weihnachtszeit.

    Promis zeigen auf Knopfdruck selbstlos viel Herz; lassen sich strahlend in Kochschürzen ablichten,filmen und geben kurze Interviews (alles im Rhythmus der Jahreszeiten!)

    Nichts gegen Almosen und Brotkrümel für die armen Teufel.Hilfe sieht anders aus und ist nicht von Weihnachten abhängig.Hilfe leisten Tafeln, menschliche Kontakte,anonyme

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    ...flappsige Gedankenspiele zur "Kunst"
    bin gerade dabei ein Bild zu malen, das so viel ausdrücken soll,wie ich nur imstande bin.Der Schaffensdrang wird immer wieder gebremst,da das Resultat so dilettantisch und so weit weg von meinen Intensionen (von den ästhetischen Ansprüchen ganz zu schweigen) ist. Meine innere Frage dann zu mir selbst: "Ist das Kun(sch)t oder kann das weg? "
    K U N S T : ein alter Lehrer aus meiner Schulzeit. "Kunst kommt von Können!" -> (setzten sechs);


    excuse me, aber das ist für mich zu konservativ gegenüber neueren, freieren Kunstrichtungen : käme es von wollen, hieße sie Wulst (od. Wunst) , dann mein erweiterter Kunstbegriff dagegen ; Kunst kommt von Können,und wenn man`s kann,ist es keine Kunst..Aber auch das wird dem Kunstverständnis nicht gerecht, zumal der Begriff " können" historisch eher von "gönnen"abgeleitet werden kann. Es ist schon zum verzweifeln- einerseits handwerklich gut zu sein, andererseits alle Sinne ,Emotionen frei zu lassen,also versuchen

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