Silvester

So. mal kurz was über mein Silvester. Da ich die letzten Jahre immer arbeiten musste über den Jahreswechsel war ich dieses Jahr vor das Problem gestellt ... was tun.... Auf Disse hab ich keinen Lust, da bin ich zu alt für. rein nach Nürnberg auf die Burg -> zu alt und wie komm ich dann wieder heim? Mit meinen Eltern feiern... hallo? Naja, zu guter letzt bin ich dann zu einem befreundeten Ehepaar ( beide gut ü 50 aber sowas von cool...) Die beiden hatten in ihrer Scheune eine kleine Feier organisiert und so kam es, dass ich gegen 19.00 Uhr gut gelaunt dort mit meiner Überrauschung aufschlug..


Thema Überraschung: Kleiner Schwank am Rande, ich bin berüchtig für meinen manchmal fiesen Humor. Ich hatte also erfahren, dass auf dieser Feier ein Ehepaar aus Italien anwesend ist, die de facto weder deutsch noch englisch verstehen.. Da ich als einziger Gesprächspartner vermutlich etwas langweilig sein dürfte, habe ich kleine einlaminierte Kärtchen gemacht.. Einige mit normalen Fragen nach Essen, Trinken und so weiter und einige mit ziemlich schrägen Sätzen und fragen. Vorne stands auf italienisch und hinten auf deutsch, sodass der, der die Karte hält auch sieht was er da eigentlich fragt..


Die Italiener waren also sozusagen meine Versuchskarnikel.. lach.. Ich war neben den Nachbarn und den Gastgebern der erste Gast und nach einem kurzen Hallo habe ich mich meinem ersten Cuba Libre gewidmet.. (selbst gemischt... dann klappts auch mit dem Rausch.. ) Die italienischen Versuchskaninchen kamen kurz darauf und waren hoch erfreut, dass da einer da war, der mehr als die Speisekarte beim Italiener vorlesen kann und haben sich kurz mit mir unterhalten. Nach einer ziemlich holprigen italienischen Erklärung meinerseits, was ein Schäufele ist ( für Nicht-Bayern


Schäufele[font='&quot'], Schäuferle, Schäuferla oder Schäufala ist der süddeutsche Name für die flache Schweineschulter; in der Schweiz und in Südbaden wird das Stück Schüfeli genannt. Namengebend ist das mit dem Fleisch verbundene, schaufelförmige Schulterblatt.[/font][font='&quot']Als Schäufele werden auch traditionelle Gerichte aus der flachen Schulter bezeichnet:[/font][font='&quot'].[/font]


Für das fränkische Schäufele wird beim rohen Schulterstück mit Knochen und Schwarte die Schwarte kreuzweise eingeritzt, das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Kümmel gewürzt, auf gewürfeltes Wurzelgemüse und gewürfelte Zwiebeln in einen Bräter gesetzt, etwas Fleischbrühe und eventuell dunkles Bier hinzugegeben und alles für gut zwei bis drei Stunden im Ofen gebraten. Beim fertigen Schäufele sollte sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen und die Schwarte knusprig und goldbraun sein. Serviert wird es mit dunklem Bratenjus, Kartoffelklößen und in Mittelfranken mit gemischtem Salat, in Teilen Oberfrankens mit Sauerkraut oder seltener mit Blaukraut und in Unterfranken vorwiegend mit Wirsing.)


gingen die Herrschaften dann zum Buffet und waren von der Fränkischen Küche begeistert.. In der Zeit habe ich dann den Gastgebern meine "Karten" auf den Tisch gelegt und nach erster Sichtung und akuter Bauchmuskelkrampfgefahr wurden die Dinger unters Volk gegeben..


Mit zunehmendem Alkoholpegel hat sich das dann zum running Gag des Abends entwickelt und wir hatten einen Fetzenspaß, die zwei mit dämlichen Fragen zu löchern, wobei irgendwann die Karten nicht mehr nötig waren, ab zwei Promille hat eh alles gleich geklungen und wir konnten uns ohne Spickzettel unterhalten..


Der Rest des Abends war eigentlich bis mitternacht richitg witzig.. Gegen eins kam dann die 19jährige Tochter der Gastgeber und hatte noch ein paar Kumpels dabei.. Denen haben wir dann in unserem Rausch Tanzunterricht in Fox gegeben.. Ab halb zwei haben wir dann den Gästen zuliebe italienischen Pop gehört und lauthals mitgesungen ( insoweit man das noch als Singen bezeichnen kann.. ).. Ricchi e Poveri auf fränkisch-italienisch klingt halt mal hammergeil.


Gegen vier habe ich dann das Feld bzw. die Tanzfläche den jüngeren und besseren Tänzern überlassen.


Am Tag danach habe ich noch mit den Gastgebern telefoniert und die waren begeistert und vor allem haben die Italiener in höchsten Tönen geschwärmt von der Feier. Sie hatten wohl leicht andere Erwartungen als sie nach Deutschland gefahren sind.. :-)


Mein Fazit : Party on.. :-) Life is Short.


Einziger Wermutstropfen.. ich hatte um Mitternacht niemand zum Knuddeln.. Aber habs trotzdem überlebt..


So weit zu meinem Silvester..

Kommentare 1

  • Da sag ich doch nur eines dazu: Ende gut - alles gut.

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