Stammtisch Duisburg 05.11.2011

Huhu,


ich war am Samstag auf dem Stammtisch (Duisburg, 05.11.2011). Ich hatte ueber grosseleute.de schon zwei Kontakte geknuepft und es hat Spass gemacht, die Maedels auch in Natura zu treffen. An diesem Satz merkt man, dass ich ein Mann bin ;-)



Der Ablauf:


Ab 19:00 Uhr sollte man dort eintreffen, das hat bei mir leider nicht geklappt, da ich noch bis 16:30 Uhr in Bonn gearbeitet habe, dann erst nach Hause gefahren bin und mich geduscht und umgezogen habe.


So war ich erst 19:45 Uhr in Duisburg. Parkplatzsuche war nicht ganz so optimal, ist sehr voll dort am Innenhafen... Habe trotzdem noch einen kostenfreien Parkplatz gefunden, musste aber ca. 60m laufen ;-) Ich bin nicht nur ein Mann, sondern auch noch faul :-)


Es gibt aber einen grossen kostenpflichtigen Parkplatz ca. 100 mtr. vom Diebels entfernt. Wer dort geparkt hat, kann ja mal die Kosten mitteilen!


Vor dem Diebels standen dann ein paar lange Rauchschloote - und ich wusste: Hier bin ich richtig :-). Dann ins Diebels rein. Und wie auf der gl-webseite angekuendigt, direkt nach oben auf die Empore. Das Diebels war wohl mal eine Fabrikhalle, man hat dann unten Tische, Ausschank und Tanzflaeche und oben Tische und Ausschank eingebaut.


Oben angekommen, sah alles ganz normal aus, ausser, die Leute sind halt groesser (als ich). Also hiess es fuer mich, Koerper strecken und gross machen ;-)


Die ersten Leute, die ich ansprach waren sehr freundlich, aber das kennt man ja von den langen Menschen :-) So traf ich dann ziemlich schnell auf die Organisatorin, die mir sogar sagen konnte, welches Essen ich vorbestellt hatte, ich liebe es, wenn die Leute sich um mich kuemmern ;-) Danke!


Dann sah ich auch schon das erste Frauengeschoepf, mit dem ich schon vorher ueber grosseleute.de via private Nachrichten Kontakt aufgenommen hatte. Das klappte deswegen so gut, da ihre Fotos auf ihrem Profil aktuell sind.


Also, liebe Leute: Wenn ihr auch von _neuen_ Stammtischteilnehmern erkannt werden wollt, sind aktuelle und natuerliche Fotos von euch im Profil eine echte Hilfe ;-)


Dann gab es auch schon das bestellte Essen. Zum Ablauf der Essensvergabe kann ich nur sagen: Man merkt deutlich, dass im Diebels keine ausgebildeten und routinierten Kellner unterwegs sind. Ich muss dazu aber auch ganz deutlich sagen, das ich das auch ueberhaupt nicht erwartet habe, Erlebnisgastronomie halt :-). Normalerweise, esse ich in gehobenen Restaurants (Geschaeftsessen).


Doch auch die GL-Teilnehmer haetten erheblich dazu beitragen koennen, dass das Servieren des Essens fluessiger und schneller ausgefallen waere. Dazu haette man als Gast einfach mal aufpassen muessen und zuhoeren, was die Kellner da gerade ausrufen. Ich habe mehrfach gesehen, das die Leute so im Gespraech vertieft waren, dass die Ausrufe der Kellner vollstaendig ignoriert wurden...


Ich bekam meine Folienkartoffel mit Putenbrust auf Salat. Ohne Loeffel. Wie sagte die Kellnerin? "Den bringe ich gleich!" Ach ja, _gleich_ ist ein dehnbarer Begriff ;-) Auch nach drei weiteren Bestellungen eines Loeffels kam da keiner bei mir an. Eine gute Seele, die mit mir am Tisch sass, erbarmte sich und brachte mir einen Loeffel. An dieser Stelle nochmal einen lieben Dank dafuer. Sagte ich schon, dass ich es liebe, wenn man sich um mich kuemmert? ;-)


Die Versorgung mit Getraenken waehrend des Essens, geriet zum Gluecksspiel. Manchmal kam was, meistens jedoch nicht. Nach dem Essen wurde abkassiert. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte man auf Deckel bestellen, danach war dann Barzahlung angesagt.


Auch hier wurden mir wieder merkwuerdige Erlebnisse geboten. Ich stand in der Naehe des Ausschankes, die rumhuepfende Kellnerin fragte mich ob ich etwas zu trinken bestellen moechte, was ich auch hoeflich tat. Ich hatte ja immer noch Durst. Ich teilte ihr auch mit, dass ich hier stehen bliebe, bis sie mit meinem Getraenk wieder da sei. Nach ca. 20 Min., ich hatte gluecklicherweise meine zweite Vorabnachrichtenaustauschfrau gefunden, ging ich an die Theke, und wurde ignoriert. OK, so geht es also kleinen Leuten (ich bin ja hier mit meinen 1,92 nicht gerade der Riese) - sie werden nicht wahrgenommen und muessen sich bemerkbar machen ;-) Das tat ich dann auch (es waren drei Bedienungen hinter dem Ausschank). Da ich Pazifist bin, unterliess ich es, eines der zahllosen benutzten und leeren Glaeser, die auf dem Tresen abgestellt und nicht weggeraeumt waren, nach einer Bedienung zu werfen, und machte mich durch winken und Hallo rufen bemerkbar.


Leider bei der Falschen. Sie durfte nicht die Getraenkepreise in die Kasse eingeben, sondern nur zapfen und hinstellen. Die Bedienungshaesin mit den laengeren Ohren, die die Kassenhoheit hatte, huepfte im Raum herum und war zu diesem Zeitpunkt nicht _gleich_, wir erinnern uns: Gleich ist ein dehnbarer Begriff!, aufzutreiben.


Irgendwie schafften es dann die Bedienung doch, mir eine 7up, als Sprite deklariert, zu servieren, klar, dass eine Andere kassierte. Ihr merkt schon, ich kann ziemlich pingelig werden...


Es ist mir unbegreiflich, wieso die im Diebels keine Getraenke verkaufen moechten. Nun ja, macht ja nix, hatte ich halt einen guenstigen Abend... ;-)


Liebes Diebelsteam: Bedienung hat etwas mit dienen und Dienstleistung zu tun. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die zu einer gelungenen Dienstleistung beitragen. Aber wie sagt man so schoen: Aus Fehlern kann man lernen, ihr habt noch viel zu lernen!


So gegen 22:30 Uhr fing dann der Discjockey, oder sollte man mittlerweile mp3jockey schreiben?, an uns mit lauter Musik zu beschallen. Ueber die Musikauswahl kann ich nicht meckern. Geschmack ist ja verschieden, und ich glaube nicht, dass mit Heavy Metal mehr Leute getanzt haetten. Von der Richtung her war es das Beste aus den 70er, 80er, 90er und heute; wo habe ich denn das schon mal gehoert?


Das wurde dann auch von den meisten Leuten dankbar angenommen. Der Spassfaktor stieg bei der Mehrheit der langen Menschen.


So langsam fuellte sich der Raum mit Rauch. Und zwar kein Nebelmaschinenrauch, sondern Zigarettenqualm. Leider! Es ist mir unbegreiflich, wieso die suechtigen Raucher es nicht schaffen auf die Nichtraucher Ruecksicht zu nehmen. Ich habe als Nichtraucher keine Chance, dem Qualm etwas entgegen zu setzen. Ich kann meinen Stimmbaendern und meinem Rachenraum nicht befehlen, diesen Angriff zu ignorieren. Nach kurzer Zeit hatte ich ein Kratzen im Hals.


Leider gibt es fuer dieses Problem keine Loesung. Die Nichtraucher empfinden die Raucher als egoistisch und die Raucher empfinden den Qualm als nicht stoerend und die Nichtraucher damit als egoistische, spassbremsende Querulanten. Dann kann nur noch eine uebergeordnete Instanz urteilen, was der Gesetzgeber ja auch getan hat. Ich war also offensichtlich Teilnehmer einer geschlossenen Gesellschaft oder auf einem Brauchtumspflegefest siehe hier .


Das Anschreien wegen der lauten Musik gab meiner Stimme dann den Rest. Ab 0:30 Uhr versagte sie mir ihren Dienst. Das hielt dann bis zum naechsten Tag gegen Mittag an.


Immerhin wurde waehrend des Essens nicht geraucht. Soweit sind wir also doch schon. Ich sehe da ein Licht am Ende des Tunnels und hoffe instaendig, dass es kein entgegenkommender Zug ist ;-)


Wer jetzt also meine Hasstirade gegen die Raucher unbeschadet ueberstanden hat, darf gerne weiterlesen. Jetzt komme ich zum tollen Teil :-) Jetzt kommt die ultimative Lobhuddelei:


Liebe lange Menschen,


bei 60-80 Leuten hat man es als Frischling nicht so leicht, oder traut sich nicht sogleich, sich zu den einzelnen Gruppen dazuzustellen. Und was macht ihr? Ihr sprecht mich einfach an und integriert mich sofort. Vielen, vielen Dank!


Das fing schon beim Eintreffen an, dann die freundlichen Worte der Organisatorin, dann, dass ich herzlich von meinen Tischnachbarn aufgenommen wurde, dann viele nette Gespraeche. Als Einstiegsthema hat sich immer die entsprechende Laenge der Leute als erfolgversprechend erwiesen. Wahrscheinlich haette das mit dem Gespraechsthema Wetter aber auch geklappt. Ihr seid einfach unglaublich. Humorvoll, gelassen und freundlich, freundlich und freundlich.


Es ist eine tolle Erfahrung, mal nicht der laengste, sondern ein Quotenzwerg zu sein.


Fazit: Der Erlebnisfaktor war hoch, der Spassfaktor ebenfalls und die Teilnehmer sensationell. Die Oertlichkeit war gut gewaehlt. Ich glaube nicht, dass es irgendein anderes Etablissement besser geschaft haette, mit der Meute von 60-80 Leuten klarzukommen. Letztendlich geht es bei Gastronomiebetrieben dieser Groesse immer um Gewinnmaximierung! Und eine kleine Kneipe ist fuer die Anzahl der Leute halt nicht geeignet.


Eine kleine Geschichte am Rande:


Ich konnte zweimal beobachten, wie sich die normal gewachsene Leute auf die Empore begaben. Wie sie dann oben feststellten, dass irgend etwas anders ist. Die Blicke dann im Raum herum schweiften, ohne erfassen zu koennen, was denn nun genau anders ist. Um dann in der Mitte des Raumes sich umzudrehen und dann wieder nach unten zu gehen. Das war schon witzig.


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