Mein Himmel

Mein Himmel
Er ist nicht mehr neu.
Ich habe ihn öfters gebraucht,
besonders das Blaue: Du siehst
die Spuren am Einband.


Vom Abendrot sind die Ränder
zurückgeblieben, und der Regen,
hat einige Seiten ganz ausgeblichen.
Manchmal war auch die Sonne zu grell,
da sind mir Blätter vergilbt,
und der Nachtsturm riss eine Seite ein,
damals, da war ich allein.


Die Sterne haben Löcher gesengt,
ich habe nicht aufgepasst, der Mond
hat die Wolken unachtsam verschoben,
das sind die Flecken im Dunkel.


Er ist nicht mehr neu, mein Himmel,
es ist nicht leicht, ihn zu lesen.
Aber die Ränder, die Risse, die Spuren
, das Abendrot und das
verblichene Blau gehören mir
und ich würde ihn gerne jemand
schenken, den ich lieben kann, meinen Himmel
****

Kommentare 2

  • Es ist nicht wahr, dass der Himmel sich verbraucht. So wenig wahr, wie dass die Hölle abkühlt.


    Wir haben Augen um zu sehen, und ein Licht das Glaube heisst. Zwar kommt es vor, dass wir vor Tränen verschwommen sehen. Oder wir gegen uns glauben und geblendet sind...


    Aber Himmel und Hölle, sie bleiben immer gleich. Auch wenn sie mit der Zeit verstauben. Die Farben werden aber nur verdeckt und wirken dann matter.


    Deshalb: fürchte dich nicht vor Sturm und Regen, sie gehen vorüber. Manchmal sind sie zwar stark, da sollte man Schutz suchen... Doch meidet man sie immer, gibt es nichts was den Staub wegblasen und die Farben rein waschen kann.


    Du bist stark und hast eine grosse, edele Sehnsucht. Mach dich bitte nicht kleiner als du bist, denn sonst findet dich nicht der Grosse der dir gewachsen ist.

  • Oh, wie schön. Das wird bestimmt eines der schönsten Geschenke! :-)
    ... und will ich bald sehen, ja!

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