platonische Freundschaften zw. ♂ +♀

Freundschaften zw. Mann und Frau


Auf dieses Thema bin ich gestoßen, nach einem Besuch der Ausstellung

„I LIKE YOU“ im FfM Kommunikationsmuseum.


Unzweifelhaft ist es, dass Freunde das Leben wunderbar bereichern.

Genauso unstrittig ist ,dass auf Freunde Verlass ist und sie einen festen Platz im Herzen besitzen.


Doch,weil auf ein Ying ein Yang folgt,oder dieser verdammter Dualismus

das Hirn ab und an besetzt ,bestehen gesellschaftliche Gewissensbisse daraus: Ist es denn möglich ,dass es überhaupt echte Freundschaften zwischen Männern und Frauen geben kann?


Ich erinnere mich an den amerikanischen Film „Harry und Sally“(1989)

verkürzter Dialog: Sally: Ich hab eine Menge männlicher Freunde,mit

denen sexuell nichts läuft“

Harry: Hast du nicht“

Hab ich doch!-hast du nicht...Geplänkel

Früher oder später endet das in der Kiste,

weil kein Mann mit einer Frau nur befreundet

sein kann,die er attraktiv findet.

Sally: zu dumm,Du warst der einzige Mensch,den ich

in N.Y. Kannte.


Platonische Freundschaften sind heute bei vielen (Gleichgeschlechtlichen?)Menschen nicht mehr wegzudenken.

Geschichtlich gibt es sie aber noch nicht sehr lange. Noch in den 1970 iger Jahren bezeichneten sie Sozialwissenschaftler als anormal.In einer klassischen Geschlechteraufteilung -Mann Geldbeschaffer außer Haus;Frau KKK (Kinder Küche Kirche gab es fast keine Gelegenheit dazu.


Zwei Dinge belasten eine plat. Freundschaft:

  • Freunde haben keine sexuelle Beziehung.
  • Eine erotische Beziehung wird von Außen unterschwellig unterstellt.


Nun ich will jetzt das Thema nicht durch Studien,Statistiken oder Theorien

zukleistern (dazu gibt es ja einiges) sondern meine eigenen Gedanken formulieren:


Ich habe eine Chance,solange ich niemanden verrate.Jede/r weiß um seine Verantwortung.

Ich habe uneingeschränktes Vertrauen in die Freundin und kann mich in Situationen hineindenken.


O.K. Freiwilliges „Zölibat“ist schon hart ,aber dann muss es sich unbedingt lohnen! Dazu ein paar Fragen:-)


Lohnt es sich für Frauen mehr oder für Männer platonische Freundschaften einzugehen (was ist das spezifische daran)?


Wieviele platonische Freundschaften kann man gleichzeitig haben?


Ist das nicht auch Schubladendenken für bestimmte Gefühle?


Ach, es gibt noch mehr Grübeleien,aber jetzt mal eure Ansichten dazu!;)

Kommentare 7

  • Zunächst mal Danke für diesen wieder interessanten Blog-Artikel.


    Ich las "Platonische Freundschaft" und dachte sofort an einen meiner Lieblingsfilme...

    Und gerade fällt mir auch noch "Jakob und Adele" ein. Kennt überhaupt noch jemand diese Serie?

    Wie dem auch sei -- auch jenen Protagonisten wurde, wenn mich meine Erinnerung nicht all zu sehr täuscht per se unterstellt, sie hätten ein intimes Verhältnis. Dabei waren es nur zwei ältere Herrschaften, die gemeinsame Interessen teilten. Man könnte jetzt meinen, dass ihr hohes Alter sie davon abgehalten hätte. Aber so einen Quatsch glaubt einem nicht mal mehr ein aufgeklärtes Schulkind.

    Ich stelle es mir wunderbar vor, mit einem Mann über Dinge zu sprechen zu können, ohne das Gefühl haben zu müssen 'der will Dich ohnehin nur flach legen'.

    Aus diesem Grund habe ich mir immer einen schwulen Freund gewünscht. Einer, der meine weibliche weiche Seite versteht, ohne gleich nen 'Typisch Frau'- Macho- oder Chauvispruch raushauen zu müssen. Das hat aber bis heute nicht wirklich geklappt. Naja, man kann ja nie wissen.

    Zu Deinen Statements:


    "Ich habe eine Chance,solange ich niemanden verrate.Jede/r weiß um seine Verantwortung"

    Definitiv!


    "Ich habe uneingeschränktes Vertrauen in die Freundin und kann mich in Situationen hineindenken."

    Empathie und Vertrauen durch Ehrlichkeit machen da durchaus Sinn. Wozu sonst eine solch freundschaftliche Beziehung?


    "O.K. Freiwilliges „Zölibat“ist schon hart, aber dann muss es sich unbedingt lohnen! Dazu ein paar Fragen:-) Lohnt es sich für Frauen mehr oder für Männer platonische Freundschaften einzugehen (was ist das spezifische daran)?"

    Huh. Ich stolpere über das 'sich lohnen'. Meinst Du, dass es sich lohnen sollte, auf eine gemeinsame Sexualität zu verzichten, wenn die Gespräche doch so hervorragend sind? Also z.B. sich ständig zusammenreißen zu müssen, weil man sonst auf eine wunderbare Freundschaft verzichten müsste? Möglicherweise, wenn das Liebesleben, sprich die elementarsten Grundbedürfnisse nach intimer Nähe, bereits erfüllt sind.

    Ich denke, es lohnt sich grundsätzlich und immer auf etwas zu verzichten, wenn es dafür etwas sehr Schönes als Ausgleich gibt.


    "Wieviele platonische Freundschaften kann man gleichzeitig haben?"

    Gegenfrage: wievielen Menschen vertraust Du Dich ohne wenn und aber an?

    Da ist es doch im Grunde unerheblich, welchen Geschlechtes sie sind.


    "Ist das nicht auch Schubladendenken für bestimmte Gefühle?"

    Wie meinst Du das genau?

    • Danke @ AquaMinerale für deine profunde Analyse (Applaus; hat mich gefreut)

      Nun,zwei angesprochene Dinge will ich etwas näher erläutern:


      "...freiwilliges Zölibat muss sich lohnen"

      Da habe ich auch um passende Worte mit mir gerungen! Mit "Zölibat" wollte ich die unterschwellige sexuelle Anziehungskraft ausdrücken.Für mich gehören sowohl Geist als auch Körper zusammen und da fängt es auch an schwierig zu werden.Nach meiner bescheidenen Erfahrung sind Männer eher und leichter vom Sexappeal einer frau zu beeindrucken und einmal entbrannt ->Bremse_< Zölibat (lach)


      Zweiter Punkt: sich lohnen...

      Ich bin bei leibe kein Lohnbuchhalter,der da eine bilanz erstellt.ich wollte-wieder etwas verkürzt-ausdrücken,dass platonische freundschaften auch gesucht werden,damit positive Eigenschaften des Freundes/In zu einem herüberstrahlen,bildlich gesprochen werde ich vom Jäger zum Sammler.

      Dann komme ich mir wie Woody Allen vor,den ständige Gewissensbisse plagen,weil er so einseitig Freundschaften für sein Selbst braucht (also Schubladendenken, die Freund/in für das, jene für das andere). Die Gefahr ist,dass ich die Person des Freundes/In nicht mehr wirklich erkenne.

      Youu`; so in etwa

    • Vielen Dank auch :-)

      Zitat

      Nach meiner bescheidenen Erfahrung sind Männer eher und leichter vom Sexappeal einer frau zu beeindrucken und einmal entbrannt ->Bremse_< Zölibat (lach)

      Also da kann ich Dich beruhigen. Das geht andersrum ganz genauso. Hängt immer auch von der Attraktivität des Gegenübers ab.

      Und ich vermute mal, dass frau das im Allgemeinen sogar nicht ausschließlich vom 'Body' abhängig macht. Erotische Anziehung findet bisweilen vielmehr und viel mehr subtiler statt.

      Zitat

      Dann komme ich mir wie Woody Allen vor,den ständige Gewissensbisse plagen,weil er so einseitig Freundschaften für sein Selbst braucht (also Schubladendenken, die Freund/in für das, jene für das andere). Die Gefahr ist,dass ich die Person des Freundes/In nicht mehr wirklich erkenne.

      Nun ja, da könntest Du leider Recht haben. Das liest sich mehr wie 'konsumieren'. Und dann würde ich es eher als 'Sparringpartner/-partnerin' denn als Freund/In benennen wollen.

      Ich habe zum Beispiel einen 'Kino-Peter' (lachen immer alle, wenn ich das so sage) und hatte mal einen 'Tango-Udo' und einen 'Abzappel-Matthias' und 'Chor-Christian'. Das ist/war aber nie mehr als jenes jeweilige Hobby. Und es war/ist auch keine Freundschaft, die über das jeweilige Thema hinaus vertieft wurde. Und niemand ist darüber unglücklich. Ich würde diese Männer aber alle auch nicht als Freund im eigentlichen Sinne bezeichnen wollen. EineN wahreN FreundIN kann ich mitten in der Nacht aus dem Bette klingeln, wenn es sein muss -- weder bei Peter noch bei Matthias oder Udo und Christian würde ich das machen. Da haben sie doch echt Glück, oder?

      ^^

  • Mein Leben wäre so viel ärmer, ohne meine männlichen Freunde und Bekannten. Und ja, es gibt sie, die reinen, schönen, echten Freundschaften, ohne das berühmtberüchtigte Plus. Mindestens zwei GLer werden mir das bestätigen können ;).

  • Ich persönliche habe wesentlich mehr weibliche Freunde als männliche Freunde. Warum? Weil es sich so entwickelt hat und ich vielleicht auch mit weiblichen Freunden besser zurecht komme (Interessenlage). Ich habe mir auch kein "Zölibat" auferlegt, sondern gar nicht das Bedürfnis mit meinen weiblichen Freunden in die Kiste zu hüpfen, auch wenn sie attraktiv sind. Des weiteren würde ich um Freundschaften zu Frauen oder Männern, welches ja gleichberechtigt sein sollte, gar nicht so viel Aufhebens machen. Wenn man als "Schwester" oder "Bruder" bezeichnen würde, dann wäre alles im Flow ohne irgendwelche Interpretationen....

    • Auch d´accord, Frako. Bei uns Hetero-Männern ist es meistens so, dass wir mit weiblichen Freunden besser können, als mit den besten Freunden. Über Gefühle reden, etwas über andere Sichtweisen auf Dinge ,geht mit einer Freundin halt besser. Aus weiblicher Sicht ist das-so vermute ich-anders. Immer kommt doch da die "Beste Freundin" eher in Frage. Warum? Rätsel über Rätsel;-))

    • Auch ich habe mehr weibliche Freunde, als männliche, aber das liegt wirklich an Interessenlagen. Fußball, Autos, Sprüche, Computergerede, das ist einfach nicht mein Ding.
      Manchmal kommt es auch zu erotischen Spannungen zwischen mir und einem weibl Freund, wir reden sogar darüber, aber es geht dann nicht weiter - das ist also schon noch anders bei mir als bei dir, FraKo.

      Mein bester Freund ist allerdings ein Mann, mit dem ich über alles rede, Urlaub mache, das ist für mich wirklich ein großes Geschenk!

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