Was wäre, wenn... (1)

... es keine Worte mehr gäbe?

Wahrscheinlich würde zuerst eine große Panik entstehen.

Den Menschen würden sprichwörtlich die Worte fehlen.

Gedanken und Gefühle werden zu Worten.

Doch was passiert, wenn diese fehlen?

Worte sind Hülsen, Gebilde, Konstrukte, um das zu transportieren, was wir anderen zu Teil werden lassen wollen.

Worte bedürfen einer gewissen Interpretation, einer Bedeutungsübereinkunft, einem gemeinsamen Inhalts.

Somit würde diese Art des Transports, der Vermittlung entfallen.


Und nun?

"Was ist zu tun?"

Eine Zeichensprache erfinden`?

Somit wieder gewisse Hülsen, gewisse Symbole für einen bestimmten Inhalt?

Für Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche...


Oder sich mal wirklich auf seinen Gegenüber einlassen!

Gefühle erspüren, mit Hilfe von Gestik und Mimik erfassen.

Den Menschen als gesamtes Geschöpf sehen und nicht nur als Summe seiner Worthülsen.

Wahrhaftig in Kontakt treten.

Ein Austausch auf einer Ebene, die vielen "Wortmenschen" bislang eher verborgen blieb.

Ein Gespür entwickeln.. für sich selbst... für den anderen.

Vom Denken ins Spüren.


Wer bist du?

Wer bin ich?

Was macht dich aus?

Kann ich mich in dir erkennen?

Teilen wir mehr als nur Gedankenströme, Wortgerüste, Satzfragmente?


Was wäre, wenn...

... es zwischen uns eine Verbindung gibt, die über das "bloße" Wort hinaus geht?!

Kommentare 4

  • Was wäre wenn...

    ...die Verbindung und Kommunikation von Menschen untereinander und mit Tieren 💞funktioniert auch ohne Worte. Man muss nur seine Sinne öffnen und bereit sein neue Erfahrungen zu machen. 🤗

  • Ein philosophischer Beitrag mit buddhistischen Zügen. Hut ab! Anfangs bezieht sich der Text eher generell auf zwischenmenschliche Kommunikation, am Ende eindeutig auf eine Partnerschaft. Die Antwort auf Deine letzte Frage liegt auf der Hand: Dann wäre es echte Liebe … Aber dafür braucht man Empathie, und die ist leider Mangelware.

  • Ich habe mal Gebärdensprachpoesie erlebt und auch mich selbst darin probiert.

    Das kommt dem schon recht Nahe was du beschreibst.


    Mimik, Gestik, Ausdruck und natürlich die eigen(en) Stimmung(en) transportieren.


    Da bedarf es wirklich keiner "Sprache" im Sinne von "System in der Kommunikation".


    Danke für den schönen Beitrag.

  • Mir gefällt Deine Aussage FrauJu,

    wenn wir es von der Rationalen Seite betrachten und bedenken, dass nur 7% unserer Kommunikation auf den Inhalt , sprich unsere Worte entfallen, 38% auf Ton und Stimme und 55% auf unsere Körpersprache entfallen, so können wir es schaffen. Und bei manchem Menschen wäre es eventuell auch ein Segen für die Menschheit. 😏

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