Freiheiten...

Wenn ich mir das so überlege... Noch vor einem Jahr hätte ich mir das nicht vorstellen können. Nichts davon. Nicht den Umzug von 500 km und all die damit verbundenen Veänderungen.
Hast ganz schön Bammel, ob Du das alles schaffst, was da anstehst; ob Dir jemand helfen wird oder ob Du bei miesem Wetter in der Ecke sitzen und einsam vor Dich hin jammern wirst.
Aber eben nicht. Da hört Dir mal jemand zu, rät Dir uneigennützig, will Dich kennenlernen. Endlich findest Du Freunde und "Mädels", mit denen Du etwas unternehmen kannst. Und merkst, dass es noch ein bissel mehr gibt, als für den Ehemann die Alles-in-Einem-Traumfrau zu sein, die seine Kinder hütet, seinen Haushalt führt, seine Buchhaltung schmeißt, seine Schmutzwäsche wegräumt und sein Ego poliert, die seinen Schmerbauch streichelt und sein Geld zusammenhält...
Du kommst an den Punkt, wo Du Dich selbst wiederfindest und ganz einfache Dinge als neu und schön empfindest. Eine Einladung zum Kaffee, ausgehen mit Freunden, mit dem Rad einen Ausflug machen und an der See spazierengehen. Zeit für dein Kind haben und dessen Freude über die neuen Freundinnen und Freiheiten teilen, mit der Frühlingssonne um die Wette strahlen und die Ruhe in den ersten eigenen 4 Wänden genießen. Meine Küche. Mein Sofa. Mein Bett. Und niemand kann mir das wegnehmen; niemand mit "morgen kannst Du ausziehen und Deine Sachen landen im Container" drohen oder über mich und meine Sachen entscheiden. Keiner sagt "steck die Haare hoch" wenn Du frisch vom Friseur kommst oder "ich steh nicht auf rasiert" wenn Deine hübsch gebräunten Beine im Türrahmen auftauchen.
Enttäuschungen muss man einplanen und seine Erwartungen niedrig zu halten ist allemal besser. Aber manchmal hat das Schicksal scheinbar einen Internetzugang und hilft denen mit einem kleinen Schubser und ein bissel Glück, die dieses gewisse Quäntchen Mut und Zuversicht brauchen. Man muss die Augen nur weit aufmachen, um mal etwas weiter als 100m zu schauen, etwas Vertrauen in sich selbst haben und sich die Frage stellen: Was will ich- und was nicht? Manchmal ist gar nicht besser als "halbherzig" und "geht so" oder "weils so praktisch ist".

Kommentare 5

  • Applaus Du hast den Artikel genau an meinem Geburtstag eingestellt. Gruß aus Hochfranken in den Norden der Republik von einem "Freund & Bekannten" nicht mehr aber auch nicht weniger.

  • Und freue mich dann, wenn ich positiv überrascht werde. Ich freue mich über Besuch, ich freue mich über Telefon-/Fernseh-/Internetanschluss in 5 Tagen, über einen Nachbarn der sogar nett grüßen kann. Über wieder gefundene Strickmützen kann man sich freuen und über das Lieblingsfoto an der Wand. Es ist schön, wenn meine Freundin Zeit für mich hat und ich freue mich über den Satz: Du bist meine Traumfrau und mit Dir ist es schöner, als ich es mir jemals vorgestellt habe.

  • Aber ich bin auch nicht anderen dafür böse, denn die Zeit ist so schnelllebig; jeder hat Verpflichtungen, Freunde und Familie, die einen in Anspruch nehmen. Man hetzt von Termin zu Termin und will und soll und muss so vielen Menschen gerecht werden...

  • Ich rechne damit, dass nicht alles in der eingeplanten Zeit geschieht, nicht in der gewünschten Reihenfolge, ich erwarte nicht, dass gegebene Versprechen gehalten und Verabredungen wahrgenommen werden. Eingeplante Enttäuschungen sind die kühle Mentalität der Rostocker, die fehlenden Freundinnen, die Stammtische die es hier nicht gibt.

  • Gut gesagt, volle Zustimmung. Aber bitte, wie plant man Enttäuschungen ein?

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