Betrug / Geldwäsche / Steuerhinterziehung

Forum: Diverses

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  • Moin Herrschaften!


    Heute habe ich eine Mail über den Formmailer von GL erhalten:



    Zitat:
    "Von: Fräulein Geraldine Gerald
    Abidjan,die Elfenbeinküste
    Westafrika.
    Email:([email='geraldine_g01@yahoo.com'][/email])


    BETR: ANKLANG FÜR DRINGENDE U. VERTRAULICHE GESCHÄFT UNTERSTÜTZUNG!"
    Zitatende



    Den genauen Inhalt spare ich mir, da er zu lang ist. Es geht hier um das Angebot von Geldwäschetätigkeiten, der Modus Operandi ist mir hinreichend bekannt.


    Ich habe gleich mit meiner Staatsanwaltschaft Kontakt aufgenommen, um möglicherweise entsprechende Maßnahmen durchführen zu können.


    Meine Frage an das Forum lautet nun, ob auch Andere so eine Nachricht erhalten haben.


    Zunächst einmal also: Auf keinen Fall darauf einsteigen, da man damit nur Ärger haben kann. Das werde ich selbst kontrolliert machen.


    Teilt mir doch bitte mit, ob Ihr auch so etwas erhalten habt, damit ich da mal einen Überblick erhalten kann, ob und was man im Anschluß damit machen kann, da wir mal einen Versuch wagen wollen, dahinter zu kommen. GL ist informiert.


    Gruß, Tim


    PS: Ich würde freundlich drum bitten wollen, von "Nein, aber ich kenne einen, der einen kennt, der das auch mal hatte"- Einträgen Abstand zu nehmen, da dies der Sache nicht dienlich wäre. Danke sehr

  • Diese Dinger habe ich alle paar Wochen als mail, gestern versuchte es auch jemand mit ähnlich lautendem Text über Skype. Ich betrachte diese Dinger aber eigentlich als spam und lösche sie immer...

  • Ja, hatte ich heute auch im Postfach, aber gleich wieder gelöscht ohne den Inhalt genau zu lesen.

  • Zitat

    Original von Bibo
    Diese Dinger habe ich alle paar Wochen als mail, gestern versuchte es auch jemand mit ähnlich lautendem Text über Skype. Ich betrachte diese Dinger aber eigentlich als spam und lösche sie immer...


    Und ich betrachte sie als Versuch, eine Straftat zu begehen, und fange daher an zu arbeiten...

  • Zitat

    Original von eleguin


    Und ich betrachte sie als Versuch, eine Straftat zu begehen, und fange daher an zu arbeiten...


    oweia , vielleicht sollteste doch langsam mal wieder anfangen zu laufen dann haste ned soviel zeit für unsinn :)

  • arbeitsloser Polizist sucht Beschäftigung ;)


    Ja, die Nigeria Connection. Da gabs mal so eine Geschichte, wo jemand einem dieser Betrüger 5$ aus den Rippen geleiert hat und ihm als letzte mail geschrieben hat, daß er nun ein Bier auf den dümmsten Verbrecher der Welt trinken ginge.


    Ich hab bisher ja das Vorurteil, daß man diese Form des Internetbetrugs nur schwer verfolgen kann. Sagst Du uns ungefähr, wie weit Du mit dieser Arbeit kommst, eleguin? Mußt auch keine Berufsgeheimnisse verraten.

  • Moin!


    Mir ist klar und bekannt, daß die Burschen sich im Ausland von den Geldern ein schönes Leben machen und von hier aus nicht möglich sein wird, jemanden dingfest zu machen. Aber es ist möglich, und das ist mein Ziel, präventiv den Geldfluß ( leider natürlich nur in Einzelfällen ) zu unterbrechen und damit sicherzustellen, daß der Eine oder Andere nicht Opfer wird bzw. seine Kohle zurückerhalten könnte. Und das ist mein Plan, zu dem ich denke, daß es in Ordnung ist, es zumindest zu versuchen.


    Ferner interessiere ich mich dafür, ob es Schnittstellen im Inland gibt, an welche man herankommen könnte, denn mit Sicherheit gibt es hier Mittelsmänner.


    Ich denke, daß sich die Mühe gelohnt haben wird, wenn ich dadurch auch nur einen Schaden verhindern kann.

  • ich fuechte, du bist nicht der erste, der solche mails bekommt. es ist aber auch nicht jeder so clever: [URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,591095,00.html]unglaublicher Link.[/URL].


    fazit: alles quak!

  • Moin!


    Nichts von dem, was hier mitgeteilt wurde, ist mir unbekannt. Derartige Angelegenheiten interessieren mich aus beruflicher Sicht und ich bin davon überzeugt, daß es Sinn macht, zumindest zu versuchen, etwas gegen den Einzelfall zu tun. Wenn alle immer nur den Kopf in den Sand stecken und sagen: Da können wir eh nichts machen!, dann kann aber auch nichts verändert oder verbessert werden.


    Aber laßt mal gut sein, ich habe schon verstanden, daß es letztlich keinen interessiert, wenn er / sie nicht selbst betroffen ist.


    Schade, Schade.

  • Ich stecke da weniger den Kopf in den Sand, sondern mache mir den ein oder anderen Gedanken darüber. Mir fallen bisher keine Lösungen außer guten Spamfiltern ein. Oder wir verbieten das Internet. Ok, das ist jetzt gemein, aber manche Leute kann man eben auch per Post überfallen.


    Ich wüßte allerdings nicht, wofür man bei einem solchen Trickbetrug Mittelsmänner/frauen oder Schnittstellen in Deutschland bräuchte. Die einzige Schnittstelle sind Banken und andere Institutionen zu denen die Leute gehen und eine Überweisung tätigen.
    Jetzt ist die Frage, ob man denen Überweisungen in entsprechende Länder verbieten soll oder direkt Banken als solche.
    Ich schätze, damit fände man keine Mehrheiten.


    Nachtrag: Allein dadurch, daß Du beratend tätig werden kannst, lohnt sich der Aufwand für die Allgemeinheit, denke ich. also laß Dich nicht durch mein Geunke und das der anderen aufhalten.

    Einmal editiert, zuletzt von Jim_Bimm ()

  • Ich tu bei so sachen immer interessiert und schreib eimails hin und her :)
    Dann sind die immer Sinnlos beschäftigt :-D

  • nachdem unglückseligerweise die dummheit nie ausstirbt, wird es immer "welche" geben, die auf diese maschen anspringen!
    dass ein amerikaner (so tragisch der fall auch sein mag) daurauf eingeht, verwundert mich nicht weiter (ich wurde in meiner zeit dort des öfteren gefragt, was hitler heute so macht usw).
    die einzige connection hier ist western union bzw eine bank, und sobald eine überweisung bei letzterer getätigt und der betrag am zielort abgehoben wurde, ist es unmöglich, das geld via rücküberweisung wieder zu bekommen.
    die deutsche staatsanwaltschaft kann dabei weder viel (=gar nichts) ereichen, noch wird sie bei derzeitiger auslastung verstärkt tätig werden wollen.
    letztendlich siegt alleine der gesunde menschenverstand, den man gerade (pepaart mit einer brise logik) im web täglich einsetzen sollte.

  • Die Geschichte von Herrn Müller


    Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden. Der Herr Mülle ist ein Unternehmer. Und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.


    Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Na ja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.


    Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.


    Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.
    Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt – und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren – aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
    Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.


    Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen – also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
    Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller!


    Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.
    Na ja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst – es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.


    Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
    In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren. Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro
    bekommen.
    Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen
    Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden
    vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.


    Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm
    geht.
    Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht.


    Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller . . .
    Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurde. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil
    man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller – und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.


    Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut.
    Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.


    Und an alle an denen DAS noch vorbeigegangen ist: der gute Herr Müller unterstützt seit Jahren die NPD durch Parteispenden - die ist nämlich sein guter Freund. Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im
    Regal stehen zu lassen!


    Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.


    Eines sollte uns einigen: Nichts mehr von Müller-Milch auf den Tisch!!!
    Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, schickt diesen Text doch ein wenig durch die Republik, damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten Steuergroschen bleiben.


    :evil: :evil: :evil:

  • tja, man(n) und auch frau sollte nicht unbedingt allen im netz auffindbaren (bzw. per mail erhaltenen) infos vorbehaltlos aufmerksamkeit oder gar glauben schenken!


    zum artikel soviel: [URL]http://www2.tu-berlin.de/www/software/weblog2005-02.shtml#05208[/URL]


    und zur steuerflucht soviel: [URL]http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/steuerwueste_deutschland_1.2233320.html[/URL]


    dass in diesem schönen land unter vielen bedingungen kein freies fortkommen im beruflichen sinne mehr gewähreistet ist, dürfte sich zunehmend unter den zeichen der wirtschaftskrise abzeichen. mich hat das finanzamt als braver steuerzahler (selbstständig mit einem gewissen niveau an einkommen) in seiner unermüdlichen inkompetenz (aber der macht es akten-verlegens, ungültiger bescheide erstellens usw.) ins unerträgliche gegängelt; nicht nur aus diesem grunde ist das gras für mich hinter einigen zäunen grüner!
    meine zukunft liegt nun jenseits des zaunes in einer republik, die nicht 700 milliarden in die ärsche versagender seifenb_l_a_s_e_njongleure pumpt und sich mehrheitilch der "krise" trotzend dem ars vivendi hingibt (funktioniert schliesslich auch auf anderer basis).


    :)

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